"Käppele" zwischen Bach und Donaurieden

Diese Marienkapelle wurde als "Lourdeskapelle" erbaut im Jahre 1898 und ist gestiftet worden von Frau Walburga Fischer geb. Bader (1813-1904) aus Bach. Ihr gehörte auch das Grundstück, das heute auf der Gemarkung Erbach, Donaurieden liegt. Weihe durch den Ortspfarrer Karl Straub am 17. Juli 1898.

Zunächst wurde eine Statue der Unbefleckt empfangenen Jungfau Maria aufgestellt, wie sie sich im großen Wallfahrtsort Lourdes in Frankreich einem jungen Mädchen Bernadette gezeigt hatte. So wollte man den fernen Wallfahrtsort in erreichbare Nähe holen. Eine kleine Nachbildung der hl. Bernadette sollte Vorbild für den Beter an diesem heimeligen Ort sein.

Um 1960 kam die Kapelle durch Schenkung in den Besitz der Kath. Kirchengemeinde St. Nikolaus von Bach. Sie wurde mit einem schützenden Vordach versehen und am Fest Christi Himmelfahrt 1961 unter Mitwirkung von Gläubigen aus Bach und Donaurieden neu eingeweiht. Man stellte auch eine Antoniusfigur darin auf.

Leider haben Unbekannte um den Jahreswechsel 1979/1980 alle drei Heiligenfiguren entwendet! Sie wurden nie wieder gefunden! Für das leergeraubte Käppele fühlten sich immer weniger richtig zuständig, auch wenn eine bescheidene Blumenzier vor einer kleineren Marienfigur immer beibehalten wurde.

1991 wurden durch Herrn Karl-Eugen Enderle neue bunte Glasfenster eingesetzt,1992 pflanzte Herr Josef Kunifi-Lakosch aus Erbach eine sog. Eiche des Glaubens auf der Straßenseite Baus, als dauerhafte Erinnerung an die Mahnung Jesu Christi, dass alle eins seien (vgl. Eph. 4, 5-6). So möge auch von dieser Stätte aus für das ökumenische Anliegen gebetet werden!

Am 17. Mai 1998 feierten die Bacher und Donaurieder das 100-jährige Bestehen der Kapelle mit einer festlichen Maiandacht, umrahmt vom Kirchenchor aus Bach. Damit sie wieder einen würdigen Mittelpunkt habe, wurde eine neue "segensreiche Madonna" gestiftet und am 30. Mai 1999 durch Pfarrer Dietmar Krieg eingeweiht. Sie ist der wunderbaren Medaille von Parichs (1830) nachgeahmt. Ein neues schmiedeeisernes Gitter sollte künftig als Schutz vor Dieben dienen.

Dennoch ereigneten sich binnen zweier Jahre zwei Fälle von sinnlosem  Vandalismus.

Es bleibt noch zu wünschen, dass alle Gläubigen, die hier eintreten, viel Kraft und Segen aus dem Gebet im Vertrauen auf die Gottesmutter mit heim nehmen dürfen!

 

 

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