Auf dem Weg zur fairen Gemeinde - St. Martinus Erbach

FLYER "Faire Gemeinde"

Schaubild "Faire Gemeinde"

(zur Schaubild- und Flyer-Darstellung bitte anklicken)

Wir, St. Martinus und die evangelische Kirchengemeinde Erbach haben am 29. Januar 2023 die Auszeichnung „Faire Gemeinde“ erhalten. Das bedeutet, dass wir uns für den Fairen Handel und Nachhaltigkeit einsetzen und zum Nachdenken über den eigenen Konsum und dessen Einfluss auf weltweite Gerechtigkeit anregen wollen. 

Ziel der ökumenischen Initiative „Faire Gemeinde“ ist, dass durch die Umsetzung von verschiedenen Kriterien ein ständiger Wandel hin zum Einkauf fairer, regionaler und ökologischer Produkte stattfindet. Kriterien sind z. B. eine Verkaufsstelle für fair gehandelte Produkte, faire Bewirtung bei Gemeindeveranstaltungen, Müllvermeidung, Nutzung von Ökostrom und fairer Umgang mit Ressourcen. Wenn Kirchengemeinden fair und nachhaltig handeln, tragen sie dazu bei, dass Menschen weltweit in Würde leben können und Gottes Schöpfung bewahrt wird, auch für zukünftige Generationen.

Die „Faire Gemeinde“ ist eine ökumenische Initiative u.a. der Landesstelle Brot für die Welt im Diakonischen Werk Württemberg, der Diözese Rottenburg-Stuttgart und des Umweltreferats der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Eröffnungsgottesdienst am 29.03.2023

Beide Kirchengemeinden haben zum Auftakt am 29. Januar 2023 einen Ökumenischen Gottesdienst unter dem Thema „Auf dem Weg zur Fairen Gemeinde“ gefeiert. Gestaltet wurde der Gottesdienst von H. Esche, Pfarrer der Erlöserkirche, H. Haas, Pfarrer von St. Martinus, dem ökumenischen Ausschuss „Faire Gemeinde“ und dem Singkreis, der den Gottesdienst musikalisch bereicherte. Sowohl der Gottesdienst als auch die Einladung ins Edith-Stein-Haus zum Austausch bei einer Tasse fairem Kaffee und Zopfbrot wurden bestens besucht. Sehr gut angenommen wurde auch der Verkaufsstand mit fairem Kaffee, Tee, regionalem Honig und handgefertigten Karten aus Peru. Die reichlich gegebenen Spenden erhielten zu gleichen Teilen „Brot für die Welt“ und „Misereor“.

Unsere Fürbitten beim Eröffnungsgottesdienst:

Guter Gott, in Sorge um deine Schöpfung und in Verantwortung für die Erde, die unser aller Heimat ist, machen wir uns heute auf den Weg zur fairen Gemeinde und kommen mit unseren Bitten zu dir:

  • Für alle, die überlastet sind, sich in ihrer Arbeit gefangen fühlen und keine Chance auf Ruhe und Erholung sehen. Lass sie erkennen, wie wichtig und wertvoll der von dir geschenkte Ruhetag für die Gesundheit von Leib und Seele ist.
  • Für alle Menschen, die ausgebeutet und unterdrückt werden und deren Stimmen oft nicht gehört werden. Lass sie bei uns und überall immer mehr Menschen finden, die sich einsetzen für fairen Handel und gerechte Löhne und Preise.
  • Für alle Verantwortlichen in Politik, Gesellschaft und Kirche. Lass ihre Entscheidungen stets geprägt sein von Gerechtigkeit, Menschenwürde und Bewahrung der Schöpfung.
  • Für alle Menschen, die keinen anderen Ausweg aus Armut und Existenznot sehen als die Flucht. Lass sie auf ihrem Weg hilfsbereite Menschen erleben, die daran denken, dass wir alle Bewohner dieser einen Erde sind.
  • Für uns alle, die wir von Reizen des Besitzen- und Habenwollens gefangen sind und deshalb oft von ungerechter Arbeit profitieren, die andere für uns leisten. Lass uns erkennen, dass es nicht die materiellen Dinge sind, die wir brauchen und die wirklich wichtig sind.
  • Für die ganze Erde, mit allen Menschen, Tieren und Pflanzen, lass uns lernen, als Schöpfungsgemeinschaft zusammenzuleben und das Leben langfristig zu bewahren.

Barmherziger Gott, wir sehnen uns nach Gerechtigkeit, die nicht auf Kosten anderer zustande kommt und nach einem Zusammenleben in Frieden und Freiheit. Lass uns dazu beitragen, dass die Welt ein bisschen gerechter und gewaltloser wird. Darum bitten wir dich heute und an allen Tagen unseres Lebens. Amen.